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Führung durch das Furlbachtal • Lebewesen im BachFührung durch die Moosheide • Pflanzen im Furlbachtal und in der Mossheide • Herbarien

Bilaterale Treffen

Im August 2006 haben sich alle Partner zu einem internationalen Camp auf der Insel Manamansalo in Finnland getroffen.

Im Frühling des Jahres 2007 reisen die finnischen Schüler in die Partnerländer. Sie informieren über den Verlauf des Projekts an ihrer Schule und lernen die Naturräume der Partner kennen.

Hier wird über den Verlauf des Besuchs in Paderborn berichtet.

Ein Tag in der Schule

Montag, der 23.04.2007: Die Delegation aus Finnland ist am Sonntag abend in Paderborn eingetroffen.
Am Montag erleben die finnischen Gäste einen ganz normalen Tag in einer deutschen Gesamtschule.

Sie begleiten den Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften in den Speewald. Das Waldstück ist in Laufentfernung von der Schule gelegen.

Wieviel unterschiedliche Arten leben auf der Fläche eines A-4 Blattes? Dies haben die Schüler des NW-Kurses herausgefunden.

 

NW-Kurs mit Gästen
Speewald, Wiesen, Laub- und Nadelbäume
Artenvielfalt
untersuchen
Ergebnisse sichern

 

 

Gemeinsam mit den Schülern der deutschen Comeniusgruppe lernen die finnischen Gäste die Schule und ihre Umgebung kennen und nehmen am Unterricht teil.

 

Begrüßung durch den Schulleiter
Im Schulfoyer
Auf dem Gründach
Schulgarten mit
Teichanlage

Senne - Furlbachtal

Dienstag, 24.04.2007:  In der Senne gibt es bemerkenswerte geschützte Wald- und Heidegebiete. Das Furlbachtal ist ein solches Naturschutzgebiet. Wir werden typische Pflanzen kennen lernen und Bodenproben zur Nährstoffanalyse nehmen. Zuvor lernen wir Verfahren zur Bestimmung von Nitrat, Nitrit, Phospor und den pH-Wert des Bodens kennen.
Mit dem Försterdreieck kann man einfach die Höhe von Bäumen bestimmen.

 

Filtrieren
und
Analysieren


Försterdreieick

Führung durch das Furlbachtal

Der Dipl. Biologe Christian Venne von der biologischen Station Senne führte uns durch das Naturschutzgebiet Furlbachtal.

Der Bach entspringt in einem Quellmoor und fließt durch ein Waldbebiet mit Kiefern, Rotbuchen und Birken. Er führt stets Sand mit sich. Früher hat er so sein Bachbett selbst angehoben. Es enstanden Wälle an den Ufern. Der Bachlauf war höher als die umgebende Landfläche. Bei Hochwasser kam es zu Dammbrüchen und Überschwemmungen. Die Menschen haben deshalb Sandfangteiche angelegt. Moore wurden trockengelegt, um das Gebiet landwirtschaftlich zu nutzen.

Inzwischen ist man bemüht, den natürlichen Zustand wiederherzustellen. Es gibt einige Kleinmoore mit typischen Pflanzen, darunter Wollgras und Sonnentau.

 

Furlbach mit Sandgrund
Dipl.Biologe C.Venne




Baumhöhenbestimmung mit dem Försterdreieck

Blick in ein Seitental
Bodenprofil

Markus und Marius nehmen mit dem Bohrstock eine Bodenprobe. Man kann deutlich das Bodenprofil erkennen. Wir entnehmen Proben aus den unterschiedlichen Schichten.

Lebewesen im Bach

Im Furlbach haben wir nach Lebewesen gesucht. Wir haben Sand gesiebt und kleine Tiere gefangen. Herr Venne hat erklärt, was uns "ins Netz" gegangen ist.

Die Larve der Köcherfliege baut sich einen Köcher aus Sandkörnern. Er schützt sie vor Angreifern wie ein kleines Betonrohr. Wir sahen die Larve des Tausendfüßers (Wikipedia). Wir fingen auch einige winzige Bachflohkrebse (Wikipedia) und verschiedenen Fliegen- und Mückenlarven.

Einige Arten können nur in ganz sauberen Gewässern leben. Ihr Vorkommen ist ein Zeichen für die Güte des Gewässers. Der Furlbach hat Güteklasse I.

 




Köcherfliege und Tausendfüßer

Führung durch die Moosheide

Donnerstag, 26.04.2007: Im Naturschutzgebiet Moosheide trafen wir den Dipl. Biologen Peter Rüther. Er erklärte uns, wie Heidegebiete entstanden sind. (Wikipedia Heidelandschaft) Wir sahen die Emsquelle (Wikipedia Ems), die wie der Furlbach aus ein Quellmoor ist. Wir lernten typische Pflanzen kennen und konnten an umgestürzten Bäumen die Bodenbeschaffenheit erkennen.

Am Ende des Rundgangs besuchten wir die Senneschäferei. Dort werden Heidschnucken, genauer Grau Gehörnte Heidschnucken, eine besondere Schafrasse,  gehalten. Die Lämmer haben alle schwarze Wolle. Erst wenn die Tiere älter werden, bekommen sie ein weißes Wollkleid.

 


Dipl. Biologe P. Rüther
Emsquelle

Heidelandschaft

Senneschäferei

Pflanzen im Furlbachtal und in der Moosheide

 Entwicklungsstufen eines Buchenkeimlings

Fotos vom 24.04.2007

Keimblatt mit Buchecker
zwei zarte Keimblätter entfalten sich
weitere Blätter
kommen hinzu
Buchenlaub
Blühende Pflanzen
1
Knoblauchrauke
Preiselbeere
Heidelbeere
Kriech-Günsel Ajuga reptans
... weitere typische Pflanzen
Wollgras
Torfmoos
Faulbaum
Eichenspross
Birkenspross
goße Birke

Herbarien

Während des Projekts sollen Herbarien angelegt werden. Herbarien sind Sammulungen getrockneter Pflanzen. Sie werden gepresst und auf Papier geklebt. Fundort, Fundzeit, Pflanzenname werden aufgeschrieben.

Die finnischen Schüler haben uns herkömmliche und virtuelle Herbarien gezeigt. Mit der Digitalkamera werden die Pflanzen fotografiert und die Bilder werden am Computer weiter verarbeitet. Das virtuelle Herbarium wird im Internet veröffentlicht oder kann als Powerpoint präsentiert werden.

 

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