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Internationales Projekttreffen in Kääpa, Estland vom 18-24 Mai 2008

Sonntag, 18. Mai

 

Morgens haben wir die Partner aus Finnland, Deutschland und Ungarn in Tallinn empfangen. Während eines Besuchs des Naturkunde Museums konnten sich die Gäste einen guten Überblick über die Naturräume in Estland verschaffen. Nach einem Rundgang durch die Altstadt Tallinns fuhren wir mit dem Bus nach Kääpa. Am Abend wurden wir dort von den Gasteltern empfangen.

 

Montag, 19. Mai

Morgens versammelten sich alle Gäste in der Schule. In einer Vorstellungsrunde lernten sie die Schule, die estnischen Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer kennen. Nach dem Mittagessen gings mit dem Bus zum Karula Nationalpark. Im Forest Crone´s Park konnten wir viele Tiere beobachten. Elmar Susi betreibt den Saarjärve Blutegelhof. Er zeigte uns die Blutegel und erklärte, wie man mit Hilfe von Blutegeln, Bibersekreten, Schlangen und Pflanzen kranke Menschen heilen kann. Dann wanderten wir zur "Augenquelle". deren Wasser angeblich Augenkrankheiten heilen soll.

 

 

Mati Ubanek von dem Värtemäe Bienenhof informierte uns über die Geschichte und den Namen des Hofes. Er erzählte uns vieles über die Bienenzucht und die Honigproduktion, damals und heute.
Wir sahen eine Pinie mit einem Bienennest, alte hölzerne Bienenstöcke und einen gläsernen Bienenstock. Dort konnten wir die Bienen tanzen sehen. Sie zeigen so den anderen Bienen, wo die besten Blumen mit dem besten Nektar sind.
Wir lernten den Lebenskreis der Bienen und ihre unterschiedlichen Aufgaben im Bienenvolk kennen. Wir durften Pollen und frischen Wabenhonig probieren.

 

 

 

Nachmittags erreichten wir den See Ähijärv. Dort befindet sich das Informationszentrum des Karula Nationalparks. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten und gute Bedingungen, die Natur zu studieren und sich zu entspannen. 

Nach der Mittagspause lernten wor, wie man wirbellosen Wassertierchen fängt. Wir haben es versucht und haben unsere Fänge genau betrachtet und gezeichnet.
Abends haben wir Baseball gespielt und uns in der Sauna entspannt.

 

 

Dienstag,  20. Mai

Graue Wolken begrüßten uns am Morgen. Wir hofften auf gutes Wetter an diesem Tag.
Wir sahen eine Multimediapräsentation über den Karula Nationalpark. Dann wanderten wir zum Aussichtsturm  Tornimäe. Infotafeln wiesen uns auf Besonderheiten in der Natur hin. Unter anderem sahen wir Primeln, Alpenschlüsselblumen und einen Biberdeich. Als wir den Turm erreichten, schien die Sonne wieder und wir hatten einen überwältigenden Blick über die frühlingsfrische grüne Landschaft.

Nach einer kleinen Pause machten wir uns auf den Rückweg.

 


 

Nach der Mittagspause führten wir ein GPS-Spiel durch. Janno erklärte uns die Funktion der GPS-Geräte. Die internationalen Teams mussten die Geländepunkte finden und dort bestimmte Aufgaben lösen.

 

 

Jede Schülergruppe hat einen Beitrag oder ein Spiel vorbereitet. Die deutschen Schüler stellten ihre Stadt Paderborn vor und zeigten das Spiel "der Gordische Knoten". Die finnischen Schüler führten das Volksmärchen "Der Fuchs und der Bär und wie der Bär seinen Schwanz verlor" vor. Die ungarischen Schüler sangen Lieder und die estnischen Schüler brachten ihren Gästen Lieder in estnischer Sprache bei.

 

Am abend konnte jeder die estnische Rauchsauna ausprobieren. Für die meisten Gäste war dies ein merkwürdiges Erlebnis, denn in der Sauna riecht es wie in einer Räucherkammer und überall ist Ruß.

Mittwoch,  21. Mai

 

Vormittags brachte uns der Bus zum Alaveski Tierpark. Der Park ist ein vor kurzem gegründetes Familienunternehmen. Wir konnten einen Braunbären, einen Lux , Hirsche, Eichhörnchen  eine Eule und einige Fasane beobachten. Die Wildschweine haben sich leider vor uns versteckt.
Die Führerin erzählte etwas über die Tiere und über die Zukunftspläne des Tierparks.

 

Unser Mittagessen haben wir im Varstu Kulturhaus eingenommen. Vorher hat uns Moona etwas auf dem Piano vorgespielt.

Der Bus brachte uns nach Hargla. Von dort aus fuhren wir mit dem Kanu über die Flüsse Mustjõgi und Koiva. Wir erhielten  einige Instruktionen und los gings!

 

Wir hatten sonniges Wetter und eine leichte Brise. Am Tellingmäe Hügel haben wir eine kurze Rast gemacht. Vom Aussichtsturm konnte wir die Flusswindungen und bewaldeten Ufer des Mustjõgi sehen. Diese wundervolle Landschaft steht unter Naturschutz, weil ganz seltene Pflanzen- und Vogelarten hier beheimatet sind. Wir konnten Schneeglöckchen am Hügel bewundern.

 

Wir setzten unsere Tour Fluss Koiva fort. Er ist breiter als der Mustjõgi und hat steilere Ufer. Grenzzeichen am linken Ufer wiesen auf das Nachbarland Lettland hin.  Wir fuhren bis Kõrgeperve. Dort mussten wir die Kanus über das steile Ufer tragen. Alle waren erschöpft aber glücklich.

Donnerstag, 22. Mai

 

Am Donerstag haben wir einige Orte besucht, die bedeutsam für Natur und Kultur in Võru dem Bezirk Põlva sind. Wir begannen in der Vastseliina Episcopal Burg. In der alten Schmiede der Burg sahen wir ein Modell der ganzen Anlage. Wir erfuhren etwas über die Geschichte der Burg und stiegen auf den Burgturm. 

Obinitsa ist ein Dorf im Setuland. Dort sahen wir das Standbild der "Mutter der Lieder" und erfuhren etwas über die Traditionen in Setu.  Wir haben auch eine Töpferei besucht und konnte n sehen, wie lokaler und importierter Ton zur Herstellung von Keramik genutzt werden. Quarzsand ist ein weiterer wichtiger Rohstoff. Deshalb besuchten wir auch den Sandbruch im Piusatal.

 

 
Die Rebasmäe Quelle (Quelle am Fuchsberg) liegt in einem urzeitlichen Tal, das gemeinsam mit dem Feuchtwald Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten ist. Das Tal ist ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang. Ganz in der Nähe liegen auch die Ilumetsa Meteoritenkrater. Wegen der andauernden Feuchtigkeit haben sich kleine Torfmoore auf dem Kratergrund gebildet. Im Wald fanden wir das "Esszimmer" der Spechte mit vielen leergefressenen Tannenzapfen.

 

Im Moor von Meenikunno haben die Schüler aus Kääpa die meisten Beobachtungen gemacht. Deshalb wollte sie den Schülern der Partnerschulen dieses Moor zeigen. Im Frühling wächst Wollgras und Rosmarin. Auf dem See schwammen Gänse und Schellenten.  Zum Schluss stellten wir uns zum Gruppenfoto beim freundlichen Moorkobold auf.

 

Am abend trafen wir uns bei Kadi. Auch die Lehrer hatten ein Treffen.

Freitag, der 24. Mai

Am heutigen Tag drehte sich alles um die Projektarbeit. Wir versammelten uns in der Schulaula und verfolgten verschiedene Präsentationen. Da der Fuchs in allen Partnerländern sehr verbreitet ist, wollen wir ein Buch mit unterschiedlichen Informationen zusammenstellen.
Jede Gruppe stellte ihre Projektarbeit vor. Die Finnen brachten viele Informationen über die Biologie des Fuchses und die Fuchsjagd mit. Die Schüler haben Geschichten über den Fuchs geschrieben. Der finnische Lehrer Kauko Laitinen zeigte auch eine Präsentaion über die Vogelwelt auf der Insel Manamansalos.

 

 

Die ungarischen Schüler  brachten viele Informationen über den Fuchs mit, darunter Cartoons über den Fuchs Vuk, der in Ungarn sehr beliebt ist. Sie zeigten uns auch einen Präsentation über die Tiere der Pusta.

Die deutschen Schüler informierten uns über Füchse, die nicht mehr in der Natur leben, sondern in den Städten. Die estnischen Schüler haben viele Kunstwerke zum Fuchs gestaltet und zeigten, wo der Name des Fuchses überall auftaucht.
Kristina stellte ihre Beobachtungsergebnisse vom Meenikunno Moor vor.

Alle Teilnehmer stellten zum Schluß gemeinsam Kunstwerke über den Fuchs her, die nun die Wände der Kääpa Schule schmücken.

 

 

Abends besuchten den höchsten Punkt Estlands  - Suur Munamägi. Anschließend  bummelten wir durch die Stadt Võru.

 

Samstag, der 24. Mai

 

Die Projektwoche verging wie im Flug. Die Zeit zum Abschied war gekommen. Alle waren etwas traurig aber auch zufrieden mit dem erfolgreichen Verlauf. Das Projekt wird fortgesetzt. Neue virtuelle und reale Begegnungen warten.

Herzlichen Dank an alle, die diese Woche unvergessen gemacht haben!

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